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Mit Schwung in die neue Saison: 4 Tipps für Ihre Schul- und Kindergartenfotografie

Blog  »  Marketing & Business, 14. Februar 2019, Rachael Davies und Clara Biczkowski

Bald geht sie wieder los, die Hochsaison für Kiga- und Schulfotografen. Sich darauf effektiv vorzubereiten und dabei den Überblick zu behalten, ist nicht immer einfach. Ein konkreter Plan kann dabei helfen, das noch junge Jahr zu Ihrem bislang erfolgreichsten zu machen. Doch wo anfangen? Wir haben einige Tipps, Strategien und Quellen für Sie zusammengetragen, die Sie dabei unterstützen, das Beste aus Ihrem Jahr in der Schul- und Kigafotografie herauszuholen.  

1. Planen Sie mit Ihren Stärken

Am meisten holen Sie aus Ihrer Geschäftsplanung heraus, wenn Sie das große Ganze im Blick behalten und sich ein paar grundlegende Dinge bewusst machen. Ein nützliches Instrument, um sinnvolle Ziele für sich festzulegen, ist eine Analyse nach dem englischen Akronym SWOT. Diese Buchstaben stehen für:

  • Strengths – Stärke: Wofür bekommen Sie von Ihren Kunden besonders positives Feedback? Gibt es einen bestimmten Fotostil, der sich am besten verkauft?
  • Weaknesses – Schwächen: Wofür wenden Sie immer mehr Zeit auf als geplant? Mussten Sie Aufträge ablehnen, weil Ihnen etwas Bestimmtes gefehlt hat?
  • Opportunities – Chancen und Potentiale: Gibt es noch andere Bereiche in der Fotografie, wie Sportaufnahmen oder Studioporträts, die Sie gerne erkunden würden? Haben Sie in letzter Zeit bei der Bildbearbeitung mal wieder etwas Neues ausprobiert?
  • Threats – potentielle Gefahren: Was passiert auf dem Markt um Sie herum? Ändern Schulen ihre Arbeitsweise? Inwiefern könnte Sie das betreffen?

Schreiben Sie sich diese vier Punkte am besten auf ein Blatt Papier, um sich grundlegend zu ordnen. Machen Sie sie für sich selbst nachvollziehbar.

An aktuellen Schwächen und „Gefahren“ können Sie arbeiten oder sie ganz bewusst akzeptieren. Genauso sollten Sie natürlich Ihre Stärken anerkennen und sich mehr auf sie konzentrieren.

Wenn es Ihnen zum Beispiel besonders liegt, natürliche Fotos von Kindergruppen zu machen, überlegen Sie, wie Sie diese Stärke noch mehr für sich nutzen können. Vielleicht interessiert Sie Sport- und Vereinsfotografie?

Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.

Erich Kästner

Ganz konkrete Schwächen, wie etwa fehlende Teile in Ihrer Ausrüstung könnten Sie bei einigen Aufträgen einschränken. Oftmals kann man hier aber die Not zur Tugend machen und, anstatt unbedingt nachzurüsten, eine kreative Alternative finden.

2. Ihr Business aus der Kundenperspektive

Nehmen Sie einmal einen anderen Standpunkt zu Ihrem Unternehmen ein und betrachten Sie es nicht als Inhaber oder Fotograf, sondern als Ihr eigener potentieller Kunde. Oder noch einfacher: Fragen Sie jemanden aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis, der Ihre Abläufe nicht in- und auswendig kennt.

  • Sind Ihre Webseite und Ihre Werbematerialien klar verständlich und einfach zugänglich?
  • Sind Ihre Preisliste und Ihre Produktpalette auf dem neuesten Stand, auch im Wettbewerbsvergleich?
  • Präsentieren Sie Ihre Fotos auf ansprechende Weise, die zu Ihrem Stil passt?
  • Was hält Sie davon ab, ein bestimmtes Teil einzukaufen oder auch eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen?

Es kann beängstigend sein, Ihre Arbeitsweise zu verändern, wenn sie soweit doch ganz solide erscheint. Aber schon kleine Veränderungen können Großes bewirken, ohne Ihren Alltag komplett umzustülpen.

Kommen wir zur Auswahl der Fotos, die Sie nach den Shootings zum Verkauf anbieten. Einen Tipp möchten wir Ihnen diesbezüglich besonders ans Herz legen: Sieben Sie Ihre Auswahl nicht von vornherein zu sehr aus. Im Gegenteil – schon durch kleine Veränderungen bei den Posen und Ihren Einstellungen können Sie sie stattdessen vergrößern. Allzu großer Perfektionismus könnte sich negativ auf Ihren Umsatz auswirken. Unserer Erfahrung nach kaufen viele Eltern, die sich bei einer relativ großen Auswahl nicht entscheiden können, letzten Endes mehr Fotos.

Sie sollten den Eltern außerdem die Möglichkeit zu geben, die Fotos ihrer Kinder online vor der Bestellung noch etwas zu bearbeiten, also z.B. zuzuschneiden oder etwa eine Schwarz-Weiß-Variante zu erstellen. Das sorgt nicht nur dafür, dass sie die Fotos gleich noch lieber gewinnen und sich länger mit ihnen beschäftigen, sondern eben auch für eine höhere Bestellrate.

Kindergarten- und Schulfotografie ist etwas sehr Persönliches und da es längst Gang und Gäbe ist, seine Erinnerungen digital abzuspeichern, sollten Sie ernsthaft überlegen, dieser Richtung zu folgen. Die Digitalisierung Ihrer Verkaufsplattform kann entscheidend für den Erfolg Ihres Kindergarten- bzw. Schulfotografieunternehmens sein.

3. Setzen Sie sich konkrete Ziele

Stellen Sie sich die neue Saison vor wie ein unbeschriebenes Blatt – als eine Chance, Anregungen, Tipps und Ideen in Ihre Geschäftsplanung einzubinden. Was haben Sie im letzten Jahr besonders gut gemacht? Können Sie auf die bisherigen Erfolge auf- und sie weiter ausbauen?

Mithilfe des englischen SMART-Modells können Sie sich sinnvolle Ziele überlegen, die zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passen. Nach dem SMART-Prinzip müssen Ihre Ziele den folgenden Charakteristika entsprechen:

  • Specific – Spezifisch: Was genau ist das gewünschte Resultat?
  • Measurable – Messbar: Wie bemessen Sie, ob es erreicht wurde?
  • Achievable – Erreichbar: Passt das Ziel zu den Gegebenheiten Ihres Unternehmens?
  • Realistic – Realistisch: Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie das Ziel erreichen?
  • Time-bound – Zeitlich begrenzbar: Welche Deadline ist sinnvoll?

Die Zahl möglicher Ziele in der Schulfotografie ist schier unendlich, sei es mehr Experimentierfreude nach den Shootings oder die Nutzung von Requisiten oder besonderen Sets. Solche Vorsätze motivieren nicht nur, sondern helfen Ihnen auch, Ihren langfristigen Fortschritt mitzuverfolgen.

Von Zeit zu Zeit können Sie einen Blick auf Ihre Ziele werfen und überprüfen, ob Sie auf einem guten Weg sind. Dabei können Ihnen Programme wie Asana und Trello helfen. Sie bieten unter anderem die Funktion, Ziele nachzuverfolgen, Mitarbeitern Aufgaben zuzuweisen und Deadlines festzulegen. Falls Sie Google Chrome als Browser nutzen, ist auch die Erweiterung Momentum ein guter Tipp, um Ablenkungen zu reduzieren und sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Setzen Sie sich realistische Ziele. Aber unterfordern Sie sich nicht. Gerade die Vorbereitung einer neuen Saison ist eine gute Zeit, um über sich selbst hinauszuwachsen, sei es in Ihrer geschäftlichen oder persönlichen Entwicklung als Schul- bzw. Kindergartenfotograf. Finden Sie die goldene Mitte zwischen machbar und sehr ambitioniert.

4. Lernen Sie ständig dazu

Gerade in der Kindergarten- und Schulfotografie ist intensiver Austausch unglaublich wichtig. Allein der mit den Kindern vor der Kamera, ihren Eltern und Lehrern bzw. Erziehern gehört für Schulfotografen einfach dazu. Davon abgesehen gibt es aber auch noch andere Communitys, die nur darauf warten, dass Sie mit ihnen in Kontakt treten und Tipps und Tricks austauschen.

Entwickeln Sie Ihr Fotobusiness weiter und sammeln Sie neue Ideen, indem Sie Fachmessen und anderen Veranstaltungen rundum die Schul- und Kindergartenfotografie besuchen. Falls solche Events nicht bei Ihnen in der Nähe stattfinden, könnten Sie auch selbst ein Treffen organisieren. Es gibt eine Vielzahl an Facebook-Gruppen, in welchen Sie gleichgesinnte Kindergarten- und Schulfotografen zum Wissens- und Erfahrungsaustausch finden.

Hier ein paar Beispiele:

Das Internet können Sie natürlich nicht nur für Networking nutzen. Auch Webinare und Online-Tutorials sind sehr hilfreiche (und oftmals kostenlose) Quellen für Ihre künstlerisch Weiterentwicklung.

Wie lernen Sie am besten? Schauen Sie lieber Videos, anstatt Artikel zu lesen? Dann sehen Sie sich die Webinare von GotPhoto zu Themen der Kindergarten- und Schulfotografie an – von Fotografen für Fotografen.

Unser Webinar zum Thema Businessplanung zum Beispiel hilft Ihnen dabei, Ihr Unternehmen für die nächsten Monate zu ordnen: Hier geht es um Preisgestaltung, Investitionen, Akquise und Terminplanung und weiteres.

Nützliches zur Porträtfotografie bietet der Youtube-Kanal Blende 8. Hier finden Sie Videos mit Tipps zu allem, was das Herz begehrt – Vergleiche von Bildbearbeitungssoftware, kreative Ideen für Porträts oder Informationen zu rechtlichen Fragen.

Wieviel Zeit investieren Sie in Ihre Weiterbildung? Selbst mit kleinen Dingen, wie dem Download eines Podcasts für unterwegs können Sie schon dafür sorgen, dass Sie stetig dazulernen.

Der deutsche Fotografie Business Podcast veröffentlicht alle paar Wochen eine neue Folge zu Themen rund um die Fotografie sowie auch zum Arbeitsleben als Selbständiger allgemein. Im Fotophonie-Podcast werden vor allem technische Fragen und Informationen zu verschiedenen Kameramodellen angesprochen. Wenn Sie fit im Englischen sind, ist der Portrait Session-Podcast mit Tipps zur Porträtfotografie genau das richtige Begleitprogramm zum Geschirrspülen, Kochen oder anderen alltäglichen Dingen.

Um herauszufinden, in welchen Bereichen für Sie noch Luft nach oben ist, können Sie die Ergebnisse Ihrer SWOT-Analyse zu Hilfe nehmen. Konzentrieren Sie sich auf eine bestimmte Stärke oder Schwäche und greifen Sie auf die erwähnten Hilfsmittel zurück, um das Beste aus Ihrer Schul- oder Kindergartenfotografie herauszuholen.

Auch wenn Sie nur ein paar unserer Tipps in die Tat umsetzen, kann das für dieses Jahr schon einen großen Unterschied machen. Je mehr Sie schon jetzt an Organisatorischem erledigt, desto entspannter werden Sie später arbeiten können.

Ein gut geplantes Arbeitsleben sorgt außerdem dafür, dass Sie mehr Zeit mit Ihren Freunden, Familie oder der Fotografie als Hobby verbringen können. Also, worauf warten Sie? Krempeln Sie die Ärmel hoch und machen Sie 2019 zu Ihrem Erfolgsjahr!

Haben Sie sich für dieses Jahr besondere Ziele für Ihr Kiga- und Schulfotografieunternehmen vorgenommen? Teilen Sie Ihre Ideen mit uns und unserer Fotografencommunity bei Facebook. Hinterlassen Sie uns einfach einen Kommentar zum Post über diesen Artikel.

Rachael Davies und Clara Biczkowski